Das Ziviltechnikerbüro ZT-Pruckner versteht sich als Anlaufstelle für Korrosionsfragen, speziell für Stahl in Beton, aber auch für erdberührten Stahl und Stahl in Wässern.

 

 

Stahl ist kein beständiger Werkstoff. Er hat die Tendenz in seinen ursprünglichen Zustand zurückzukehren. Eisenoxide sind stabile Formen des Eisens. Sie kommen auch natürlich vor. Zu Eisenoxiden will sich Stahl umwandeln. Diesen Vorgang nennt man gemeinhin Korrosion.

 

Die technisch korrekte Beschreibung des Begriffs Korrosion nach ISO 8044 lautet:

 

„Physikochemische Wechselwirkung zwischen einem Metall und seiner Umgebung, die zu einer Veränderung der Eigenschaften des Metalls führt und die zu erheblichen Beeinträchtigungen der Funktion des Metalls, der Umgebung oder des technischen Systems, von dem diese einen Teil bilden, führen kann.“
Anmerkung: Diese Wechselwirkung ist oft elektrochemischer Natur.

 

Da die Korrosion auch vernachlässigbar langsam ablaufen kann, ist Korrosion nicht gleichbedeutend mit einem Korrosionsschaden. Als Korrosionsschaden bezeichnet man eine „Korrosionserscheinung, die Beeinträchtigung der Funktion des Metalls, der Umgebung oder des technischen Systems, von dem diese einen Teil bilden, verursacht“.

 

 Je nach Korrosionsgeschwindigkeit („Korrosionserscheinung an einem Metall pro Zeit“) tritt ein Schaden früher oder später ein. Ist die Korrosionsgeschwindigkeit so klein, daß ein Korrosionsschaden erst lange nach der Gebrauchslebensdauer des Werkstoffes eintreten würde, so spricht man von einer vernachlässigbarer Korrosions­ge­schwindigkeit. Für Böden und Wässer gilt ein Materialabtrag < ca. 10 µm pro Jahr als vernachlässigbar, für Stahl in Beton ein Abtrag < ca. 1 µm/a. Der Unterschied in den vernachlässigbaren Abtragsraten liegt darin, daß die Korrosionsprodukte von Stahl ein sehr viel höheres Volumen einnehmen als Stahl, was auch bei relativ geringen Abtragsraten zu Rißbildung des und Abplatzungen am Beton führt.

 

Dadurch, daß die Korrosion in aller Regel eine elektrochemische Wechselwirkung zwischen Werkstoff und Umgebung ist, kann die Korrosionsgeschwindigkeit mit elektrochemischen Methoden gemessen und auch beeinflußt werden. Die Umgebung kann eine wäßrige Lösung sein (Meerwasser für Plattformen, Wasser eines Heizkreislaufs), Erdreich (für Rohrleitungen) oder auch Beton sein.

 

Das ZT-Büro Pruckner beschäftigt sich mit Fragen zur Messung der Korrosionsgeschwindigkeit mit Hilfe elektrochemischer Methoden (z.B. Polarisations­widerstandsmessung), mit Fragen der Korrosionswahrscheinlichkeit die durch Aggressivität der Umgebung des Werkstoffes verursacht wird (z.B. elektrische Leitfähigkeit des Mediums, Gehalt an Sauerstoff und/oder aggressiven Substanzen und mit Fragen, wie die Korrosionsgeschwindigkeit elektrochemisch nachhaltig auf vernachlässigbare Werte reduziert werden kann. Letzteres beschreibt ein Verfahren, welches gemeinhin als kathodischer Korrosionsschutz (KKS) bekannt ist.

 

Das ZT-Büro Pruckner bietet seine Dienste zur Erfassung von Korrosionswahrscheinlichkeiten an, zur Bewertung von Meßdaten, zur Erarbeitung eines Schutzkonzeptes und Ausschreibungsunterlagen bis hin zur Kontrolle von Schutzmaßnahmen während und nach der Umsetzung eines Schutzkonzepts.

 

Wichtig ist nicht nur die Installation einer Korrosionsschutzanlage sondern auch die Wartung. Das ZT-Büro Pruckner bietet daher auch die Durchführung von Wartungsmessungen von Anlagen des kathodischen Korrosionsschutzes an.

 

 

Qualifikationen:

 

  • Abgeschlossenes Studium Chemie an der Universität Wien (Mag rer.nat)
  • Doktorat in Chemie an der Universität Wien (Dr. rer.nat)
  • Doktorat in Baustoffkunde an der Norwegischen Technischen und Naturwissenschaftlichen Universität (NTNU) Trondheim (Dr.-ing.)
  • Befugnis als Ziviltechniker für das Fachgebiet Chemie
  • Grad-5 Zertifizierung nach ISO EN 15257 in den Anwendungsbereichen 5.1 (Grundlagen), 5.3 (Metallene am oder im Salzwasser befindliche Anlagen) und 5.4 (Stahlbetonbauwerke)
  • Praktische Erfahrung im KKS seit 1993

 

 

 

Franz Pruckner

 Dr. rer.nat., Dr. Ing.